Patienteninformationen

Längst ist es nicht mehr nur der MRSA (Multiresistenter Staphylokokkus aureus), der uns in stationärer und auch in ambulanter Pflege/ Betreuung beschäftigt und fordert. Inzwischen haben weitere multiresistente Erreger unseren Alltag erreicht, hier ist insbesondere die Gruppe der ESBL zu nennen, die vom Robert- Koch- Institut in das System der MRGN (Multi Resistente Gram- Negative Keime) eingruppiert werden.

Multiresistent bedeutet: Diese Erreger sind schlecht zu behandeln, darum sind Hygiene und hygienisches Verhalten der Betroffenen und aller Beteiligten die wichtigsten Maßnahmen. Zwanzig Prozent der Bevölkerung sind ständig, sechzig Prozent zeitweise Träger von multiresistenten Erregern am Körper,ohne krank zu sein. Hier sprechen wir von einer „Kolonisierung“, die ggf. mit entsprechenden „Sanierungsprodukten“ behandelt werden kann. Gelangen aber Bakterien über die Haut oder Schleimhaut in eine Wunde und so in den Körper kann es zu einer schweren Infektion kommen.

Ebenso ist es möglich, dass diese Bakterien auf andere Personen übertragen und weiter verbreitet werden. Multiresistente Erreger werden zum Problem bei kranken und abwehrgeschwächten, insbesondere älteren Menschen, weil dort Infektionen leichter übertragen werden. Auch Patienten mit Verletzungen, OP- oder chronischen Wunden, invasiven Maßnahmen wie Kathetern, Sonden etc. brauchen besonderen Schutz z.B. durch konsequente Händehygiene-, desinfektion und Flächendesinfektion der Kontaktflächen und Umgebung.

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